1960 kam es zu einem Zusammengehen von der Wählergruppe „Gewerbetreibende, Freischaffende und Beamte“ mit der Inninger SPD. Beide stellten eine gemeinsame Liste von 20 Kandidaten für die Gemeinderatswahl auf. Jede Gruppe benannte 10 Bewerber für den Gemeinderat: Der Friseurmeister Georg Steiner wurde als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat, Franz Pupeter (SPD) für den ersten Listenplatz nominiert.


Franz Pupeter, Innings langjähriger Bürgermeister, hatte sich sich sehr bald nach seiner Ankunft in Inning den Inninger Sozialdemokraten angeschlossen. Rührig setzte er sich als Wohnungs-und Flüchtlingsbeauftragter der Gemeinde insbesondere für die Belange der Flüchtlinge ein, von denen die meisten wie auch er und seine Familie aus dem Sudetenland kamen.

1956 zieht er erstmals für die SPD in den Gemeinderat ein und wird, wie oben schon erwähnt, 2. Bürgermeister. Von 1960 bis 1966 war er im Kreistag.

1972 kandidiert Franz Pupeter dann als Bürgermeister für die „Freien Wähler“ in Inning, denen er sich nach einem heftigen Zerwürfnis mit den damaligen SPD-Vorsitzenden Scholz und Weissensee anschließt.

In einem Gespräch mit Robert Volkmann äußert er sich Jahre später dazu: Er habe 1972 gefordert, die Nummer 1 auf der Gemeinderatsliste zu sein, da er sonst gehe, und „Dann bin ich gegangen.“ Konsequent war Franz Pupeter!

Ab 1972 „fetzen“ sich die SPD-Vertreter, allen voran Chr. Weissensee und Dieter Scholz, mit Pupeter regelrecht. Es kommt sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Der in diesem Zusammenhang entstandene Scherbenhaufen war groß. Manch einer kehrte nicht zuletzt auch deshalb der Inninger SPD zusammen mit Franz Pupeter den Rücken. Von der damaligen stattlichen Mitgliederzahl von 55 ist man heute weit entfernt.